Hamsterhaltung

Der richtige Gehegstandort

Eins vorweg: Hamster sind nicht für die Ausßenhaltung gedacht. Der Zwerg darf nicht zu nah am Fenster stehen, aber auch nicht an der Heizung. Die Raumtemperatur sollte sich bei ca. 18-23 Grad befinden. Die Küche ist kein guter Standort, da der Zwerg sonst vielen Gerüchen ausgesetzt ist. Das gleiche gilt für Nikotingestank. Auch im Kinderzimmer, bzw. im Schlafzimmer steht der Nager schlecht. Wenn er Nachts im Laufrad unterwegs ist, kann er einem schon mal den Schlaf rauben. Auch der Hamster braucht seine Ruhe. Da er nachtaktiv ist, schläft er tagsüber den ganzen Tag. Das Gehege also neben eine Stereoanlage zu stellen, ist eine sehr schlecht Idee. Wenn der Hamster tagsüber geweckt wird, führt dies zu Stress, was die Lebenserwartung erheblich verkürzt.

Das richtige Gehege

Für die Hamsterhaltung sollte man sich erstmal über die Unterbringung in klaren sein. Gitterkäfige eignen sich überhaupt nicht für die Hamsterhaltung. Die Hamster klettern nicht selten am Gitter, wo sie sich ernsthaft bei verletzen können. Auch wenn sie dran nagen, kann dies zu innerlichen Verletzungen führen. Zudem gibt es fast keine Käfige, die dem Mindestmaß von 100x50x50 cm entsprechen, wo man zudem 30 cm Streu reinschütten kann, ohne das es beim buddeln raus fliegt. Auch Terrarien haben ihre Nachteile. Bei den meisten ist der Luftaustausch nicht besonders gut. Zudem fällt auch hier das Streu an der Seite raus, wenn man die Schiebetür öffnet. Von Holzkäfigen rate ich meist auch ab. Sie sind fast immer aus Nadelholz gebaut, was nachträglich harzen kann, zudem reizt es die Atemwege. Wenn der Hamster uriniert, zieht das Urin in das Holz ein. Nach ein paar Monaten stinkt es dann unerträglich. Am besten eignen sich Aquarien. Man bekommt sie relativ gebraucht relativ günstig, zum Beispiel bei Ebay Kleinanzeigen. Wenn das Aquarium schön eingerichtet ist, sieht es auch vom aussehen her sehr gut aus. Noch ein Pluspunkt: der Hamster kann so viel graben wie er will, ohne das Streu hinaus fällt. Nur um die Abdeckung oben muss man sich selber kümmern. Ein einfacher Holzrahmen mit engen Maschendraht genügen, damit der Hamster nicht abhauen kann.

Die Gehegeausstattung

Der Hamster benötigt einiges in seinen Gehege, damit er sich wohl fühlt. Eine vollständige Liste sehen sie nun:

  • Ein Mehrkammernhaus, am besten mit drei Kammern. Mit diesen kann es sich der Zwerg wie in der Natur einrichten: eine Kammer zum schlafen, eine als Toilette und eine zum Futterbunkern.
  • Ein großes Laufrad. Dies sollte nicht aus Metall oder Plastik sein. Ein Holzlaufrad eignet sich gut. Für Zwerghamster muss es einen Durchmesser von mindestens 23 cm haben, für Goldhamster mindestens 28 cm, da sich sonst der Rücken verbiegt.
  • 30 cm Streu, da Hamster für ihr Leben gerne wühlen.
  • Da die Schneidezähne vom Hamster ein Leben lang nachwachsen, darf auch Holz im Heim nicht fehlen. Bitte aber nichts von draußen nehmen, da dies dreckig oder giftig sein könnte!
  • Hamster sind sehr saubere Tiere. Sie putzen sich gerne selber, dazu wälzen sie sich am liebsten in Badesand. Ein Gefäß mit Chinchilla-Badesand sollte also auch nicht fehlen.
  • Bieten Sie das Wasser in einen Wassernapf an, nicht in einer Trinkflasche. Diese kann man schlecht reinigen, zudem bringt sie den Nager in eine unnatürliche Haltung beim trinken.
  • Artgerechtes Futter sollte auch nicht fehlen. Richtig gutes bekommt man eigentlich nur noch im Internet.
  • Damit der Hamster noch weitere Versteckmöglichkeiten hat, sollten Sie dem Zwerg auch Brücken oder Röhren anbieten. Bei Röhren immer auf den Durchmesser achten, ob Ihr Hamster da auch wirklich durchpasst.

Pflege

Fell

Hamster sind sehr saubere Tiere. Sie putzen sich selber und verzichten dabei auf Ihre Hilfe. Stellen sie dem Zwerg aber ein Sandbad mit Chinchilla-Badesand zur Verfügung.

Zähne

Da die Schneidezähne vom Hamster ein Leben lang nachwachsen, benötigt er Holz zum nagen, damit er seine Zähne abwetzen kann.

Krallen

In der Natur wetzt sich der Hamster von alleine die Krallen ab. In der Heimtierhaltung können diese aber schon mal zu lang werden. Dann müssen sie vom Tierarzt gekürzt werden.

Augen

Wenn die Augen verklebt sind, nehmen Sie ein weiches Tuch, und gehen Sie damit über das Auge. Reiben Sie nicht zu stark. Bitte auch keinen Kamille-Tee benutzen, dieser wirkt nicht lindernd, sondern reizt das Auge nur noch mehr

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